Too smart for art? Beweisen!

16. März 2010

Achtung, der Sommer kommt. Zu den versprochenen 20°C Frühling am Freitag testet die sonnendeck Redaktion mal wieder die Art-History-Skills ihrer Fangemeindschaft. Und die Helligkeit im Oberstübchen. Für Rätselgierige sei aber von vorne herein klargestellt: Der Preis fällt aus. Wir fragen ja immerhin auch nicht danach wieviele Werke hier von einer französisch-amerikanischen Indie-Emo-Hipster-Irgendwas-Band in drei Minuten präsentiert werden.

Sondern: Welches weltbewegende und überaus wichtige Bild der Kunstgeschichte fehlt hier?

Wir sind gespannt auf Vorschläge und grüßen ganz ohne too-cool-for-school-Angeberrei.

Klabautermann

Urbane Visionen im Kunstbezirk vom 12. März-19. Juni

11. März 2010

Gestartet wird auf der Landebahn des Stuttgarter Flughafens aus hellem Teppich, als Fluchtpunkt zeigen sich gleich dahinter die Gleise des Bahnhofs. Mit dem urbanen Raum – hauptsächlich dem schwäbischen – und dem, was diesem gegenübersteht beschäftigen sich die 41 Werke der Urbanen Visionen Stuttgart, die es ab Freitag Abend, 12. März, im Kunstbezirk am Leonhardsplatz zu sehen gibt. Malerei, Fotografie und Plastik finden ihren Platz zwischen Videoarbeiten und Soundinstallationen – und alle schreien nach Stadt. Der abfotografierte Stuttgarter Bahnhofsboden liegt neben verschachtelten Ansichten des Großstadtdschungels inklusive Fernsehturm, dahinter ein Blick ins Weltall.

Besonders ideenreich präsentieren sich aber die Videos im eigens dafür eingerichteten Nebenraum-Kino: Künstlerin Menja Stevenson hat sich hier ein Kleid mit passender Handtasche aus dem Stoff der Polsterbezügen der Stuttgarter Busse genäht. Damit fährt sie geduldig ihre Wege ab, immer auf eine Reaktion der Mitfahrer wartend. Marco Schmitt hingegen krallt sich die Stuttgarter Zeitung im Zuge einer Bodybuildermaßnahme und verwandelt die Informationen an für ihn wichtigen Stadtstationen zu Muskeln. Großes Kino im Kontext des urbanen Stadtwahnsinns, klingt doch super.

Ausguck

Art is hard – aber herzlich

6. März 2010

Damien Hirst zieht den Kunstmarkt über den Tisch, Andreas Gursky verkauft seine Fotos für Millionen – da fragt sich der leidenschaftliche Kunstfreund schon, an welcher Stelle der Vermarktungskette die Liebe zur Kunst vergessen wurde. Die Poly Produzentengalerie Karlsruhe macht es sich seit 2006 zur Aufgabe, diese wieder in Erinnerung zu rufen: Bei der UND#5 wird unkonventionell und stolz präsentiert, getanzt, performt und natürlich auch gerne verkauft. Mehr…

Landgang

Einmal wie immer, bitte

6. März 2010

Feuilletonistin Adrienne Braun durfte zur Art Karlsruhe zeigen, welche Auswirkungen es hat, wenn Printmedien sich zusammenschließen und beginnen, Synergie-Effekte zu nutzen. Sie schrieb am Freitag in der Stuttgarter Zeitung einen dezent gelangweilten Artikel über den siebten Aufguss der Show und in der Süddeutschen vom Samstag in leicht abgewandelter Form noch einen. Tenor der Berichterstattung: Die Art Karlsruhe wächst, alle haben sich lieb und neben viel visuellem Bla Bla gibt es auch die eine oder andere Entdeckung zu machen. Aufgefallen sind ihr die Bilder von Franziska Maderthaner, Georg Küttinger und Martin Keim.

Das sonnendeck hält es mit den Erdmännchen, die für kleines Geld am Stand der Galerie ABTART erhältlich sind: Aufmerksam schauen, bei Gefahr bellen und schnell in den Bau flüchten. Außerdem möchten wir auf die Koje unseres verehrten Herausgebers Mario Strzelski in Halle 1 hinweisen, der in einer One Artist Show die Künstlerin Susa Templin vorstellt.

Landgang

Petersburg in Stuttgart vom 03. März-21. Mai

2. März 2010

Gut besucht und reichlich bestückt zeigte sich die Galerie Rainer Wehr zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung. Zum 30-jährigen Bestehen gibt es eine Petersburger Hängung mit künstlerischen Stichproben aus drei Jahrzehnten, zum Entdecken und Wiederentdecken.



Gezeigt werden:

Peter Amsler, Claudia Angelmaier, Muriel Angulo, Mona Ardeleanu, Pia von Aulock, Sabina Aurich, Ulrich Baier, Andreas Bär, Hans Baschang, Anke Bauer, Andreas Bauer, Herbert Baumann , Andreas Baumgärtel, Julia Baur, Jeanette Beck, Matthias Beckmann, Ruth Biller, Karl Bischop, Atle Bjorgum, Bettina Böhm, Stephanie Bollinger, Jens Braun, Tremezza von Brentano, Katja Brinkmann, Gerda Brodbeck, Martin Brodwolf, Anton Bruhin, Holger Bunk, Irene Cazar, Juan Carlos Chaparro, Karin Danner, Peter Dreher, Brigitte Dümling, Jörg Eberhard, Martin-Ulrich Ehret, Henrik Eiben, Tim Eitel, Ubbo Enninga, Sae Esashi, Hildegard Esslinger-Weiler, Maria-Therese Feist, Wolfgang Flad, Nancy Friedmann, Martin Fürbringer, Milena Geier, Rupprecht Geiger, Andrea Geiling, Emel Geris, Christine Gläser, K. O. Götz, Ilka Götz, Simon Götz, Alex Györfi, Markus Hallstein, Das Deutsche Handwerk, Simon Häske, Till Hausmann, Albert Hien, Volker Hildebrandt, Karin Hinterleitner, Lisa Hoever, Frank-David Hoffmann, Susanne Hofmann, Romane Holderried-Kaesdorf, Peter Holl, Petr Hrbek, Peter Ben Hübsch, Franziska Hufnagel, Andreas Ilg, Beate Jakob, Wolfram Janzer, Rolf Jörres, Humberto Junca, Rolf Jurzo, Julius Kaesdorf, Martin Kasper, Michael Keicher, Thomas Kesseler, Bernd Klausecker, Peter Kleemann, Beate Knapp, Peter Koch, Bettina Kohrs, Steffen Kugel, Claudia Kugler, Timo Kümmel, Joachim Kupke, István Laurer , Stefan Lausch, Vera Leutloff, Godehard Lietzow, Anna Löbner, Philip Loersch, Rupert Maier, Victoria Martini, Matija Medulin, Peter Mell, Alexej Meschtschanow, Svätopluk Mikyta, Georg Mrowetz, Michael Munding, Irene von Neuendorff, Wilhelm Neußer, Miriam Noppenberger, André Normann, Monika Nuber, Edith Oellers, Kazuko Okano, Hideyo Okuya, Christian Orendt, Ana-Patricia Palacios, Wieland Payer, Bernd Petri, Hans Pfrommer, Carolina Pinzón, Tim Plamper, Werner Pokorny, Hans-Peter Porzner, Thomas Raschke, Hartwig Reinboth, Matthias Reinhold, Brigitte Reisz, Karl-Manfred Rennertz, Klaus Richter, Thomas Riehle, Sebastian Rogler, Rosalie Nadin Rüfenacht, Sebastian Ruhland, Ulrike Rumpf, Yoshihisa Sankawa, Bianca Schelling, Martin Schick, Karl Schleinkofer, Karin Schlicht, Dierk Schmidt, Michael Schnabel, Thomas Schuster, Peter Schwarz , Paul Schwer, Eva Seelbach, Nina Seniuk, Min Jeong Seo, Abi Shek, Friedrich Sieber, Klaus Simon, Simone Simon, Annegret Spiegl, Verena Stachowitz, Angelika Steinhilper, Robert Steng, Klaudia Stoll, Armin Subke, Masanori Suzuki, Ulrike Taprogge, Nina Thurner , Klaus-Martin Treder, Kristof Trendel, Lun Tuchnowski, Jochen Twelker, Michael Vogt, Jaqueline Wachall, Patricia Waller, Martin Wehmer, Rainer Wehr, Rudi Weiss, Pablo Wendel, Thilo Westermann, Georg Winter, Bernadette Wolbring, Nouchka Wolf, Tobias Zaft, Terezka Zimmer.

(Also, einen Steffen Kugel hab ich nicht gesehen, aber irgendwann sind die Wände ja auch voll.)

Ausguck

Editorial: Wasser, Ausgabe 79, März 2010

1. März 2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Freunde des tiefsten Grundes,

war ja wieder klar: Kaum verdünnisiert sich der Chefredakteur in den wohlverdienten Jahresurlaub, lassen die Hofschranzen die Netbooks fallen und suchen nach Möglichkeiten, den Arbeitspegel zu senken. Besser noch, erträumt sich das Rumpfteam beim abendlichen Schiffchenfalten, ein anderer würde die lästige Schreiberei erledigen, oder – Das wäre es doch! – gar nichts mehr schreiben, sondern das Heft kräftig bebildern. Schließlich sagt ein Bild ja bekanntlich mehr als tausend Worte und das sonnendeck ist als Kunstmagazin geradezu moralisch verpflichtet, nicht den Autoren sondern den Künstlern ein Forum zu bieten.

Nun lassen sich in der Regel vor den Redaktionsräumen keine größere Ansammlungen publikationswilliger Kreativer finden. Die wenigen Grafikmappen, die demütig an der verriegelten Tür hinterlegt werden, reichen gerade mal für eine Handvoll Schiffchen, und die paar Bildhauer vertreibt zuverlässig unser Pitbull „Hrdlicka“. Es half nichts, einer musste los, um Hilfe ersuchen im Adlerhorst der Kreativität, in der Brennkammer Stuttgarter Kunstproduktion, kurz: in der Kunstakademie auf dem Killesberg. Im Gepäck nur eine vage Idee, die alle Ismen der vergangenen Jahrhunderte hinter sich lassen und zum Grund menschlicher Erkenntnis zurückfinden sollte: die vier Elemente – Feuer, Wasser, Erde, Luft! Mehr…

Steuerbord

Braucht die Vernissage die Phrase?

26. Februar 2010


Kennen Sie den Satz: „Dem Künstler ist es wie kaum einem anderen gelungen, der Zerrissenheit des Menschen in unserer modernen Welt Ausdruck zu verleihen.“ Oder den: „Verwurzelt in der Tradition der schönen Künste, aber radikal konzeptuell in ihrer Wirkung werden seine Werke durch die Wahrnehmung des Betrachters zum Leben erweckt.“ Oder den: „Die zugleich unaufdringlich verhaltene wie angreifend aufrührende Anmutung seiner Kunst lässt eine intensive Auseinandersetzung mit den großen Werken der Spätrenaissance wie auch der klassischen Salonmalerei und – in scheinbarem Gegensatz dazu – des Expressionismus bis zum frühen Picasso erkennen, wobei diese Anklänge weit über die Qualität bloßer Zitate hinausgehen und eine ganz eigene Handschrift zum Vorschein bringen.“

Wenn Sie den ersten und den dritten Satz kennen, waren Sie in den letzten drei bis fünf Jahren auf einigen Vernissagen, die ich auch besucht habe; wenn Sie den zweiten kennen, haben Sie die Begründung für die Verleihung des letztjährigen Turner-Preises an Richard Wright gelesen. Mehr…

Pool

Schlafende Länder und tote Städte in der Galerie ‘Deck vom 20. Feb-11. April

25. Februar 2010


“Uwe Schäfer sieht einem Ei an, ob daraus eine Taube oder ein Geier werden wird und er kann mit seinem Blick Warzen heilen”, schreibt Herr Fröhlich über den Stuttgarter Künstler, dessen Ausstellung letzten Freitag bei Tauwetter und grauem Schnee in der Galerie ‘Deck eröffnet wurde. Und dann plötzlich, fast wie bestellt, Frühlings Erwachen, passend zu Schäfers Streifzügen durch Stadt und Natur. Große Krater neben römischen Ruinen und zarten Bewegungen: Das Land schläft, die Stadt ist tot und die Sonne, die scheint wieder.

Brise

Die Kunst, künstlich zu reden

25. Februar 2010


Je nach Anlass und Szene wird ganz unterschiedlich über Kunst geredet. Auf Vernissagen, Messen und bei seiner Jurytätigkeit in der Berliner Kunstszene konnte unser Gastautor Raymond Unger drei verschiedene Varianten ausmachen, die immer strikt getrennt bleiben. Mehr…

Pool

Nachwuchs im Fokus

24. Februar 2010

Unverhofft kommt oft: Mit ihrer Mutterschaft setzt sich Judith Lenz noch bis zum 7. März im gez. | raum für urheber im Stuttgarter Rotlichtviertel auseinander. “Ich behaupte mal, dass ich mich immer mit dem beschäftige, was so direkt um mich und mit mir passiert, in dem Fall hab ich einfach nur ein Kind bekommen. Das Ganze ist uns so passiert und bedarf dadurch vielleicht nochmals mehr der Auseinandersetzung….”

Ihre Radierungen pendeln dabei humorvoll, sarkastisch und poetisch zwischen Begeisterung und Erschrecken über die neue Situation und geben einen ungewohnt intimen Einblick in ihre Gedankenwelt. Bleibt zu hoffen, dass die Kunst in Zukunft nicht zu kurz kommt.

Ausguck

Kritik der Kritik

23. Februar 2010

Vorbei sind die Zeiten als der Kunstkritiker dem Künstler nahebrachte was sein Publikum über ihn denkt. Heute meint er dem ahnungslosen Bildbetrachter vermitteln zu müssen was der Künstler eigentlich sagen wollte. Prof. Dr. Christian Demand verweist in seinem Buch „Die Beschämung der Philister – Wie die Kunst sich der Kritik entledigte“ dieses Treiben in die Schranken. Mit einem geschichtlichen Abriss der Kunstkritik seit den 1820er Jahren bis hin zu den inhaltsfreien Lobpreisungen eines Robert Ryman entlarvt er einen sich zuspitzenden, pseudoreligiösen Fanatismus. Der Künstler als Prophet, der Kritiker als sein Prediger, der Kunstbetrachter als zu bekehrender Heide, als verlorenes Schäfchen das jederzeit den Niederungen des Kitsches anheimzufallen gefährdet ist. Buhmänner der historischen Kunsttheorie wie Hegel und Sedlmayr erscheinen unter den veränderten Vorzeichen in neuem Lichte. Demands fabulierlustiger Wörterreigen ist ein bitterböser Abgesang auf die Kunstkritik der Neuzeit. Mehr…

Pool

Kampfkuscheln im WKV

22. Februar 2010

Eher an ein Sperrmülllager als an eine Kunstausstellung erinnert die unkuratierte Show der Künstlermitglieder des Württembergischen Kunstvereins – unkuratiert im schlimmsten Sinne des Wortes. Den theorieverliebten Direktoren Dressler und Christ dürften die Tränen in den Augen gestanden haben angesichts der aufeinandergetürmten Grausamkeiten.
Kunst und Gesellschaft sollen hier reflektiert und diskutiert werden. Es gibt eine Diskursarena und zahlreiche Vorträge, Gespräche und Performances. Stuttgart 21 wird ebenso auf- und angegriffen wie „Konsum- und Kapitalismuskritik, alternative Lebensmodelle, Formen der Partizipation oder Kunst als demokratischer Handlungsraum“. Mal so richtig Kampfkuscheln und Baden im abgestandenen Wasser gemeinsamer Überzeugungen.

Nachtrag: Georg Leisten hat es gefallen: ” … doch wer ein bisschen Entdeckerlaune mitbringt, wird diese Schau lieben wie kaum eine ihrer Vorgängerinnen. Sie ist politisches Bekenntnis und ironische Selbstreflexion, gibt sich trotzig und rotzig, aber auch kampflustig engagiert und thematisch beziehungsreich.” (Stuttgarter Zeitung vom 23.02.)

Ausguck

Die Stadt nach dem Öl. ifa-Galerie vom 29. Januar.-20. März

19. Februar 2010

Christian Berkes

Die Ausstellung Post-Oil City – Die Stadt nach dem Öl in der ifa-Galerie Stuttgart stellt urbanistische Projekte vor, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Mobilität in Zeiten schwindender Ölreserven vorbildhaft und zukunftsweisend sind. Kooperationspartner ist die Architekturzeitschrift ARCH+, die neben der Ausstellung ein umfangreiches Katalogheft präsentiert. sonnendeck-Redakteur Michael Reuter sprach mit Christian Berkes, der zum Kuratorenteam der Ausstellung gehört. Mehr…

Brise

Putzige Kartons #1

19. Februar 2010

Der Stuttgarter Bildhauer und Maler Thomas Putze proudly presents in lockerer Folge einige ausgewählte Cartoons, von eigener Hand gezeichnet und tief in die Abgründe künstlerischer Existenz führend. Viel Spaß damit.

Klabautermann

Wie Katzenliebe aus dem Mund des Clowns unter deinem Bett

18. Februar 2010

A softer world

Die Welt ein bisschen weicher machen wollen – das kann nie schaden. Die zwei Kanadier Emily Horn und Joey Corneau arbeiten seit 2003 mit dreiteiligen Fotocomics am Härtezustand des Lebens: Emily schießt wöchentlich die Fotos, Joey schreibt den passenden Text. Dabei legt er großen Wert auf die richtige Aussprache seines Nachnames: “Comeau is a French name. (Pronounced kuh-moe, by the way. Joey is very important, please say his name correctly. Emily is also very important but her name is easier to pronounce.)” Das Ergebnis kann auf asofterworld.com gesehen und gekauft werden. Wer trotzdem noch Fragen zum Inhalt hat, bekommt dort auch gleich zusammengefasst, worum es geht: “A softer world is like a weird sad clown that lives under your bed. And when he coughs, the most adorable kitten in the world pops out of his mouth and loves you.” Dann ist doch alles klar.

A softer world

Klabautermann

Karlsruhe legt vor

17. Februar 2010

Das Regierungspräsidium Karlsruhe startet im Rahmen seines Kunstkonzepts
„f o r u m k u n s t“ den Künstlerförderwettbewerb 2010.

Nachdem vor zwei Jahren Nachwuchskünstler angesprochen waren, richtet sich der diesjährige Wettbewerb an Künstler, die mindestens 45 Jahre alt sind. Der Wettbewerb gilt dem bisherigen künstlerischen Schaffen, nicht einer einzelnen Arbeit. Er umfasst die Bereiche Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik und Skulptur. Freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossener Hochschulausbildung, die im Regierungsbezirk Karlsruhe wohnen oder arbeiten, können sich mit bis zu zehn Arbeiten bewerben. Das Regierungspräsidium nimmt die Bewerbungen ab sofort entgegen.

Eine Fachjury wählt aus den eingereichten Bewerbungen fünf Künstlerinnen und Künstler aus, denen die Möglichkeit geboten wird, ihre Werke bei einer Ausstellung im Regierungspräsidium Ende des Jahres zu präsentieren. Für Ankäufe aus dem Kreis dieser Objekte wird das Regierungspräsidium etwa 30.000 Euro ausgeben. Auch ein Ausstellungskatalog, in dem sich die Künstler und ihre Arbeiten darstellen können, ist wieder vorgesehen.

Die Bewerbungen sind zu richten an:

Regierungspräsidium Karlsruhe, f o r u m k u n s t 2010

Referat 23, Markgrafenstraße 46, 76133 Karlsruhe

Einsendeschluss der Bewerbungen ist der 30. April 2010.

Ansprechpartnerinnen bei Rückfragen:

Bettina Rupp, Tel.: 0721 926-7682 (Montag, Donnerstagvormittag, Freitag)

E-Mail: bettina.rupp@rpk.bwl.de

oder Christine Mahnke, Tel. 0721 926-7650,

E-Mail: christine.mahnke@rpk.bwl.de

Der Ausschreibungstext sowie die Bewerbungsunterlagen können auf der Startseite der Homepage des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter

www.rp-karlsruhe.de heruntergeladen werden.

Ausguck, In eigener Sache

Für den kleinen Geldbeutel

17. Februar 2010

Mark Räder: Hansa Viertel, 003 (Grophius), 2005

Kleinvieh macht auch Mist, denkt sich Galerist Sandro Parrotta und zeigt unter dem Titel Fröhliche Gesellschaft Editionen des Hauses und des Centre d’édition contemporaine, Genf. Den C-print auf Alu-Dibond Hansa Viertel, 003 (Grophius), 2005 von Mark Räder gibt es für 480 Euro, der Flokati-Staubwedel in Pink von Simone Westerwinter wird für 100 Euro angeboten. Arbeiten von rund vierzig Künstlern sind im Angebot. Nur schauen ist aber auch erlaubt.

Ausguck

Impro im Kunstbezirk

16. Februar 2010

Elektrominibarklingelton

grenzland_h_2

Gestern Abend öffnete im Kunstbezirk das Tanz- und Musiktheaterlabor Grenzland H seine Pforten. Der vom Stuttgarter Choreografen Fabian Chyle initiierte Workshop bietet eine Woche lang Performances, Improvisationen und Musik. Neben den Abendveranstaltungen gibt es die Möglichkeit, aktiv am Labor teilzunehmen oder die täglichen offenen Proben zu besuchen. Für Freunde der Bildenden Kunst dürfte der kommende Samstag interessant sein, wenn Holger Bunk von der Kunstakademie zur Performance Y zum Thema „Die Bühne der unerfüllten Wünsche“ spricht.

Ausguck

Living Particles in der Oberwelt

15. Februar 2010

Ralf Schreiber - Living Particles

So richtig viel Bewegung oder minimalistische Soundeffekte konnten wir bei der Living Particles-Installation von Ralf Schreiber in der Oberwelt nicht ausmachen. Allerdings sind die Objekte auch nicht für lärmige Vernissagen, sondern eher für eine meditative Versenkung in ruhiger Umgebung geeignet. Ein erneuter Besuch scheint angeraten. Immerhin wurde Georg Leisten von der Stuttgarter Zeitung gesichtet. Ein bisschen Presse kann nicht schaden.

Ausguck

Bioism bei ALDI

13. Februar 2010

aljoscha_aldi

Wir haben die Arbeiten von Aljoscha letzten März in der Natur-Ausgabe kurz vorgestellt, seitdem ist die Mailbox ständig voll mit aktuellen Infos des umtriebigen Düsseldorfer Künstlers. Letzte Aktion: Er platzierte eines seiner Werke bei ALDI und wartete, bis es (angeblich) verkauft wurde. So ganz mögen wir es nicht glauben, dass Aljoscha sein Werk für 99 Cents verschenkt und der Kerl an der Kasse sieht  irgendwie nach einem aus, der Aljoscha heißen könnte, aber vielleicht tun wir ihm unrecht. Persönlich haben wir ihn noch nicht gesehen. Die irritierten Blicke der Aldi-Shopper sind aber trotzdem lustig.

Landgang