Debütausstellung Friedemann Flöther an der Kunstakademie Stuttgart

Wo Damien Hirst mit seinem Diamantenschädel “For the Love of God” schon das eigene Ableben beklagt, geht es bei Friedemann Flöther noch ums Arbeiten. „Carve!“ klopfte er zur Freude der Hausmeister in eine Wand der Ausstellungshalle und legte sein Werkzeug gleich dazu, gebettet auf schwarzem Samt und mit Strasssteinen überzogen, zum Arbeiten nun gänzlich ungeeignet. Flöther stellt in der Kunstakademie Stuttgart noch bis zum 24. Januar unsere Vorstellungswelt infrage. Harte Superhelden dürfen sich auch mal küssen, Raketen tauschen ihre ölverschmierten Metallhüllen gegen ornamentale Tapetenmuster und ein friedfertiges Einhorn bohrt Selbiges wütend in eine Wand.

Die Verdrehung von Idealwelt und Realität kommt vielleicht etwas zu plakativ daher, ist dafür aber handwerklich perfekt und mit einem augenzwinkernden Blick auf das eigene Werk umgesetzt.

Michael Reuter

  1. 13. März 2011, 11:47 | #1

    Das ist aber wirklich übertrieben dargestellt, oder denkst du nicht?

  1. Bisher keine Trackbacks