Die lange Regentschaft der englischen Königin Viktoria von 1837 bis 1901 gilt gemeinhin und sprichwörtlich als verklemmte Epoche. Da nützt auch die erfolgreiche Industrialisierung oder die florierende Wirtschaft des Landes gar nichts – Prüderie und Frauenfeindlichkeit prägen unser Bild der viktorianischen Zeit. Und wo zu Zeiten Königin Elisabeth I in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts noch von „England’s Golden Age“ geschwärmt wurde, dominierten nun Fabrikschlote und die ungesunden Lebensbedingungen des Industrieproletariats. Kein Wunder, dass die Malerfreunde der „Präraffaelitischen Bruderschaft“ ab 1848 zur Wiederentdeckung der Natur aufriefen. Eingebettet in mythische Traumwelten wurden Heldensagen erzählt, die Kraft der klassischen Mythologie beschworen und ein idealisiertes Frauenbild besungen. Mehr…
… darf der Deputy sein Pferd reiten: Einige unvermeidliche Anmerkungen zum just angebrochenen Jahr 2010plus. Eine sonnendeck-Service-Initiative von Hansjörg Fröhlich
Wer in die Zukunft blickt, sei es mit Hilfe von Statistiken oder Glaskugeln, der sieht Facetten eines Morgen, auf der Basis des Heute. Jede Prognose ist daher zu einem großen Teil eine Bestandsaufnahme des Jetzt. Die Zukunft ist einfach eine Weiterentwicklung der Gegenwart und hat daher immer schon begonnen. Die Wurzeln der Zukunft liegen in der Vergangenheit. Wer diese Tatsachen akzeptiert, kann wild drauflos spekulieren und wird mit Sicherheit ein paar Treffer landen. Hier folgen einige möglicherweise in 2010plus eintretende Umstände, Personalien und Phänomene. In einem Jahr wird dann abgerechnet. Mehr…
Was ist los in Stuttgart und der Restrepublik? Eine Demo jagt die andere. Transparente und Fahnen werden hochgehalten, deren Massages widersprüchlicher nicht sein könnten und die Klischees aus der längst geschlossen geglaubten 68er-Akte reanimieren. Ist dieser Schilderwald nun die Renaissance einer antiquierten Politik der Straße oder schlicht ein situationistischer Akt zur Herstellung einer mit postadoleszenter Wehmut choreographierten Wirklichkeit?
Freilich, man hätte sich bei der Artparade gegen die Kürzungen im Kulturetat der Stadt Stuttgart schon mehr engagieren können, wenn der Umstand nicht so nerven würde, dass da jetzt plötzlich die Kulturszene einen auf Kuscheltunnel macht, sich aber sonst gegenseitig das Gelbe im Ei nicht gönnt. Mehr…
Ende 2012 soll das neue Stadtmuseum im Wilhelmspalais eröffnet werden. Ob der Termin zu halten ist, muss sich zeigen, aber es wird bereits fleißig nach Bildern, Themen und Exponaten recherchiert und geforscht. Der folgende Text basiert auf einem Gespräch von sonnendeck-Redakteur Michael Reuter mit der Kunsthistorikerin Barbara Hornberger, die im Auftrag des Planungsstabes Stadtmuseum zurzeit oft im Lesesaal der Landesbibliothek anzutreffen ist, auf der Suche nach Geschichten aus der Stuttgarter Vergangenheit. Mehr…
In der Ausstellung Übermorgenkünstler im Kunstverein Heidelberg ist zurzeit eine alte mechanische Schreibmaschine zu sehen, die von Micha Dengler so präpariert wurde, dass sie nur noch “Google” schreiben kann. Mehr…
Der Hospitalhof Stuttgart feiert 2010 sein 30jähriges Jubiläum und eröffnet es mit einer Doppelausstellung der viel versprechenden jungen Maler Gama und Philipp Haager.
Die Doppelausstellung wird am Freitag, 8. Januar 2010 um 20 Uhr eröffnet. Beim Gottesdienst mit Bildpredigt und Orgelimprovisation am Sonntag, 10 Januar 2010, 10 Uhr in der Hospitalkirche Stuttgart hält Helmut A. Müller die Bildpredigt, Kirchenmusikdirektor Jürgen Schwab improvisiert zu einer der Arbeiten an der Orgel. Die Ausstellung endet am 7. Februar 2010. Mehr…