Fotografien von Gerda Taro im Kunstmuseum Stuttgart

Knapp ein Jahr hatte die 1910 in Stuttgart unter dem Namen Gerta Pohorylle geborene Gerda Taro Zeit, im Spanischen Bürgerkrieg ihre Fotos zu machen, bevor ein republikanischer Panzer versehentlich ihr Auto überrollte. Mit ihrem Freund und Fotopartner André Friedmann, aka Robert Capa, begleitete sie den Kampf gegen Francos Faschisten zwischen August 1936 und Juli 1937. Die beiden schlugen mit ihren Fotos ein neues Kapitel der Kriegsfotografie auf und standen bald an der ideologischen Front des ersten Medienkriegs der Geschichte, genährt von dem wachsenden Sensationsbedürfnis der Tages- und Illustriertenpresse. Dem tränenreichen Begräbnis Taros als verklärte Ikone des linken, antifaschistischen Kampfes, folgte das sofortige Verschwinden ihres Werkes in der Versenkung. Das Kunstmuseum Stuttgart zeigt nun als einzige Station in Deutschland eine vom International Center of Photography in New York konzipierte Retrospektive. Weitere Berichte zur Ausstellung und zur Person finden sich hier, hier und hier.
