Leave it better than the way you found it

Katze gesucht, Armreif verloren, Gesangsunterricht anzubieten oder Wohnung zu vermieten: Wer kennt sie nicht, die Wände und Straßenlaternen voller handgeschriebener Abreiß- und Mitnehmzettel. Dabei gilt oft die Devise „Masse statt Klasse“: Was man sucht oder findet, wird mit Filzstift auf Schmuddelpapier gerotzt und anschließend billig kopiert, von hübscher Typografie keine Spur.
Der New Yorker Designstudent Cardon Webb hat sich das Zitat seiner Mutter „Leave it better than the way you found it“ zu Herzen genommen und versucht, die Welt des Findens und Verlierens ein bisschen hübscher werden zu lassen. Auf Spaziergängen sammelt er Fresszettel, die er zu Hause zu Kunstwerken transformiert, um die alten später durch die neuen zu ersetzen. In seinem Portfolio Cardon Copy gibt’s die Vorher-Nachher Bilder des straßenverschönernden Streetart-Guerillas zu bestaunen.
