Archiv

Archiv für Februar, 2010

Wie Katzenliebe aus dem Mund des Clowns unter deinem Bett

18. Februar 2010

A softer world

Die Welt ein bisschen weicher machen wollen – das kann nie schaden. Die zwei Kanadier Emily Horn und Joey Corneau arbeiten seit 2003 mit dreiteiligen Fotocomics am Härtezustand des Lebens: Emily schießt wöchentlich die Fotos, Joey schreibt den passenden Text. Dabei legt er großen Wert auf die richtige Aussprache seines Nachnames: “Comeau is a French name. (Pronounced kuh-moe, by the way. Joey is very important, please say his name correctly. Emily is also very important but her name is easier to pronounce.)” Das Ergebnis kann auf asofterworld.com gesehen und gekauft werden. Wer trotzdem noch Fragen zum Inhalt hat, bekommt dort auch gleich zusammengefasst, worum es geht: “A softer world is like a weird sad clown that lives under your bed. And when he coughs, the most adorable kitten in the world pops out of his mouth and loves you.” Dann ist doch alles klar.

A softer world

Arnika Fürgut

Karlsruhe legt vor

17. Februar 2010

Das Regierungspräsidium Karlsruhe startet im Rahmen seines Kunstkonzepts
„f o r u m k u n s t“ den Künstlerförderwettbewerb 2010.

Nachdem vor zwei Jahren Nachwuchskünstler angesprochen waren, richtet sich der diesjährige Wettbewerb an Künstler, die mindestens 45 Jahre alt sind. Der Wettbewerb gilt dem bisherigen künstlerischen Schaffen, nicht einer einzelnen Arbeit. Er umfasst die Bereiche Malerei, Grafik, Fotografie, Plastik und Skulptur. Freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossener Hochschulausbildung, die im Regierungsbezirk Karlsruhe wohnen oder arbeiten, können sich mit bis zu zehn Arbeiten bewerben. Das Regierungspräsidium nimmt die Bewerbungen ab sofort entgegen.

Eine Fachjury wählt aus den eingereichten Bewerbungen fünf Künstlerinnen und Künstler aus, denen die Möglichkeit geboten wird, ihre Werke bei einer Ausstellung im Regierungspräsidium Ende des Jahres zu präsentieren. Für Ankäufe aus dem Kreis dieser Objekte wird das Regierungspräsidium etwa 30.000 Euro ausgeben. Auch ein Ausstellungskatalog, in dem sich die Künstler und ihre Arbeiten darstellen können, ist wieder vorgesehen.

Die Bewerbungen sind zu richten an:

Regierungspräsidium Karlsruhe, f o r u m k u n s t 2010

Referat 23, Markgrafenstraße 46, 76133 Karlsruhe

Einsendeschluss der Bewerbungen ist der 30. April 2010.

Ansprechpartnerinnen bei Rückfragen:

Bettina Rupp, Tel.: 0721 926-7682 (Montag, Donnerstagvormittag, Freitag)

E-Mail: bettina.rupp@rpk.bwl.de

oder Christine Mahnke, Tel. 0721 926-7650,

E-Mail: christine.mahnke@rpk.bwl.de

Der Ausschreibungstext sowie die Bewerbungsunterlagen können auf der Startseite der Homepage des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter

www.rp-karlsruhe.de heruntergeladen werden.

Strelsen

Für den kleinen Geldbeutel

17. Februar 2010

Mark Räder: Hansa Viertel, 003 (Grophius), 2005

Kleinvieh macht auch Mist, denkt sich Galerist Sandro Parrotta und zeigt unter dem Titel Fröhliche Gesellschaft Editionen des Hauses und des Centre d’édition contemporaine, Genf. Den C-print auf Alu-Dibond Hansa Viertel, 003 (Grophius), 2005 von Mark Räder gibt es für 480 Euro, der Flokati-Staubwedel in Pink von Simone Westerwinter wird für 100 Euro angeboten. Arbeiten von rund vierzig Künstlern sind im Angebot. Nur schauen ist aber auch erlaubt.

Michael Reuter

Impro im Kunstbezirk

16. Februar 2010

Elektrominibarklingelton

grenzland_h_2

Gestern Abend öffnete im Kunstbezirk das Tanz- und Musiktheaterlabor Grenzland H seine Pforten. Der vom Stuttgarter Choreografen Fabian Chyle initiierte Workshop bietet eine Woche lang Performances, Improvisationen und Musik. Neben den Abendveranstaltungen gibt es die Möglichkeit, aktiv am Labor teilzunehmen oder die täglichen offenen Proben zu besuchen. Für Freunde der Bildenden Kunst dürfte der kommende Samstag interessant sein, wenn Holger Bunk von der Kunstakademie zur Performance Y zum Thema „Die Bühne der unerfüllten Wünsche“ spricht.

Michael Reuter

Living Particles in der Oberwelt

15. Februar 2010

Ralf Schreiber - Living Particles

So richtig viel Bewegung oder minimalistische Soundeffekte konnten wir bei der Living Particles-Installation von Ralf Schreiber in der Oberwelt nicht ausmachen. Allerdings sind die Objekte auch nicht für lärmige Vernissagen, sondern eher für eine meditative Versenkung in ruhiger Umgebung geeignet. Ein erneuter Besuch scheint angeraten. Immerhin wurde Georg Leisten von der Stuttgarter Zeitung gesichtet. Ein bisschen Presse kann nicht schaden.

Michael Reuter

Bioism bei ALDI

13. Februar 2010

aljoscha_aldi

Wir haben die Arbeiten von Aljoscha letzten März in der Natur-Ausgabe kurz vorgestellt, seitdem ist die Mailbox ständig voll mit aktuellen Infos des umtriebigen Düsseldorfer Künstlers. Letzte Aktion: Er platzierte eines seiner Werke bei ALDI und wartete, bis es (angeblich) verkauft wurde. So ganz mögen wir es nicht glauben, dass Aljoscha sein Werk für 99 Cents verschenkt und der Kerl an der Kasse sieht  irgendwie nach einem aus, der Aljoscha heißen könnte, aber vielleicht tun wir ihm unrecht. Persönlich haben wir ihn noch nicht gesehen. Die irritierten Blicke der Aldi-Shopper sind aber trotzdem lustig.

Michael Reuter

Diplomausstellungen in der Kunstakademie

12. Februar 2010

Karolina Pyrcik »Fötus – Ein Sexualerkundungsatlas«

Noch bis Sonntag zeigen an der Kunstakademie Stuttgart die aktuellen Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Architektur, Industrial Design, Kommunikationsdesign und Textilgestaltung ihre Abschlussarbeiten. Ausnehmend gut gefällt uns die Arbeit Fötus – Ein Sexualerkundungsatlas von Karolina Pyrcik. Die Texte sind so lala, aber die Grafik – super!

Michael Reuter

Leave it better than the way you found it

12. Februar 2010

Cardon Copy "Cat"

Katze gesucht, Armreif verloren, Gesangsunterricht anzubieten oder Wohnung zu vermieten: Wer kennt sie nicht, die Wände und Straßenlaternen voller handgeschriebener Abreiß- und Mitnehmzettel. Dabei gilt oft die Devise „Masse statt Klasse“: Was man sucht oder findet, wird mit Filzstift auf Schmuddelpapier gerotzt und anschließend billig kopiert, von hübscher Typografie keine Spur.

Der New Yorker Designstudent Cardon Webb hat sich das Zitat seiner Mutter „Leave it better than the way you found it“ zu Herzen genommen und versucht, die Welt des Findens und Verlierens ein bisschen hübscher werden zu lassen. Auf Spaziergängen sammelt er Fresszettel, die er zu Hause zu Kunstwerken transformiert, um die alten später durch die neuen zu ersetzen. In seinem Portfolio Cardon Copy gibt’s die Vorher-Nachher Bilder des straßenverschönernden Streetart-Guerillas zu bestaunen.

Arnika Fürgut