“Kauft mehr Kunst!” lautet die Parole, das kommende Wochenende ist der Zeitpunkt. Zum sechsten Mal veranstaltet die Dillmann Stiftung den Dillmann Kunstmarkt. 24 junge Positionen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Collage und Installationen wird es zu sehen und kaufen geben – zur Eröffnung am Samstag, 20. November, 11 Uhr, sogar mit Livemusik der Band skiptrack.
Eine Spitze, die sich in den Himmel bohrt. Ein rotes Tuch, das sich aufbäumt. Eine Reliefbühne mit geometrischen Kulissenteilen, die scheinbar beweglich sich zur Mitte und zurück schieben. Ein Stein, der lagert, der sowohl Natur als auch Kunst ist. In der Ausstellung “Duo” von Nicola Stäglich und Raimer Jochims sind die Werke geprägt von ihren innewohnenden Bewegungen, was die freie Form begünstigt, mit der beide arbeiten. Getroffen haben sich die beiden Künstler an der Städelschule in Frankfurt, wo Nicola Stäglich noch für eine kurze Zeit bei Jochims studiert hat, geblieben sind Anregungen, die sie in ihre eigenen Erfahrungen einarbeitet.
Zu sehen ist die Ausstellung “Duo” vom 24. September bis zum 19. November in der Galerie Vondoering Contemporary in Schwäbisch Hall. Eröffnet wird sie am 23. September ab 18 Uhr.
Nur einen Tag an nur einem Ort: Gabi Buch zeigt am Samstag, 4. September, ab 17 Uhr unter dem Titel “Fragile” bei Takinu, Schlosserstrasse 2, Wilhelmsplatz, Stuttgart Mitte. Was sie zeigt und wie sie es präsentiert kann nur durch selbst hingehen erfahren werden. Das Sonnendeck wünscht viel Vergnügen.
Die Entfunktionalisierung alltäglicher Medien ist doch immer wieder eine schöne Idee: Aus dem Fernseher ein Aquarium basteln, aus Telefonanlagen Blumentöpfe oder eben aus der Tageszeitung einen Jahreskalender. Die beiden Kommunikationsdesignstudentinnen der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe Nora Cristea und Antonia Huber habens getan: parallel zu ihrem Studium das Grafikkollektiv full&frank gegründet und damit gleich den ersten Zeitungskalender 2011 entworfen. Dieser lässt Platz für tägliche Weltuntergänge und Wettermeldungen abseits des allgemeinen Weltgeschehens und für den ganz persönlichen Eigenbedarf und ist hoffentlich bald über die Website der beiden Verlegerinnen erhältlich.
“Wenn ich am Klavier sitze oder komponiere, dann fühle ich mich oft wie ein Maler, der mit Tönen und Klangfarben die unsichtbaren Bilder und Klangtöne der Welt einfängt.”, sagt Steffen Wick.
Der Stuttgarter Komponist gehört einer Generation an, die sich gerne mit dem Überschreiten der Genregrenzen beschäftigt – vielleicht auch aus diesem Grund hat er sich für die Uraufführung der ‘Piano Particles’ den Lichtdesigner Chris Beckett in sein Team geholt, der sonst für David Copperfield arbeitet. Musikalisch soll sich beim Releasekonzert Ende September zur gleichnamigen CD alles zwischen Klassik und Elektronik bewegen, zwischen musikalischer Weltenschaffung und ästhetischer Aneinanderreihung von Tonbausteinen.
Es ist zwar noch eine Weile hin, aber beim winterlich gefühlten Sommerwetter bestimmt eine Überlegung wert. Uraufgeführt wird ‘Piano Particles’ am Dienstag, 28. September 2010, um 20.15 Uhr im Theaterhaus Stuttgart.
Nach der Pop Art Mel Ramos’ im Winter und Karin Kneffels Malereien im Frühling, hat die Kunsthalle Tübingen im Sommer und Herbst ihre Räume der Fotografie geöffnet. Statt Düsseldorfer Becher-Schule und Namen wie Gursky, Ruff oder Höfer gibt es hier einen Autodidakten zu sehen, der sich in den 80er Jahren durch die Berliner Kunstszene experimentierte und trotzdem beim Europäischen Preis für Fotografie in Frankfurt am Main ankam.
Helikopter, ein Bündel brauner Bananen, eine Rote-Beete-Knolle, ein kopfloses Reiterstandbild und ein Eselskopf: Florschuetz schert sich bei der Anordnung seiner Bilder nicht um inhaltliche Stringenz. Seine Werke erzählen von Architektur und deren Umgebung; von Schärfe, Unschärfe und Spiegelung. Die Fotografien sind großformatig aufgezogen, die Kunsthalle Tübingen zeigt insgesamt 95 davon. Geöffnet ist die Ausstellung vom 17. Juli bis zum 26. September, Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr.
Arty People statt lahmer Kastanientiere? Grelle Textexplosionen statt nasser Gummistiefel?
IM HERBST EIGENTLICH SCHON WAS VOR?
Das Sonnendeck zusammen mit der ‘DECK Galerie sucht nämlich wieder: einen schreibwütigen und kunstbegeisterten Praktikanten! Sechs Monate solltest zu Zeit habe, ab Mitte September 2010 darfs losgehen. Schau doch am besten mal hier:
Ein Schlossherr mit einer Schwäche für Kunst findet eine ehemalige Wasserburg im Ostalbkreis von Schwäbisch-Gmünd. Zusammen mit jungen Kuratoren aus dem Süddeutschen Raum entsteht aus dieser Kombination 2005 zum ersten Mal die LEINZELL OPEN: Eine Kunstschau junger Kunstakademieabsolventen und etablierter Künstler in den steinigen Mauern des Leinzeller Schlosses. Für die Schau in diesem Sommer konnten die Kuratoren 25 Künstler für die LEINZELL OPEN gewinnen, darunter Rainer Ganahl, die Künstlergruppe der Filderbahnfreunde Möhringen und die Berliner Fotografin Susa Templin. Werke von Wolf Pehlke, der vor kurzem erst für den Oberrheinischen Kunstpreis ausgesucht wurde, werden ebenfalls zu sehen sein.
Die junge Generation der frischen Akademieabsolventen wird durch Jan Löchte, der gerade erst seine Debütausstellung im Neubau der Stuttgarter Kunstakademie zeigte, Robert Matthes und Michael Stolz vertreten. Internationale Gäste sind vor allem der poetisch arbeitende New Yorker Künstler Alex Jovanovich und der israelische Video-Künstler Gilad Ratman.
Die Räumlichkeiten des Schlosses werden bis zum 8. August jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr und nach Absprache geöffnet sein.