Archiv

Autor Archiv

Schlafende Länder und tote Städte in der Galerie ‘Deck vom 20. Feb-11. April

25. Februar 2010


“Uwe Schäfer sieht einem Ei an, ob daraus eine Taube oder ein Geier werden wird und er kann mit seinem Blick Warzen heilen”, schreibt Herr Fröhlich über den Stuttgarter Künstler, dessen Ausstellung letzten Freitag bei Tauwetter und grauem Schnee in der Galerie ‘Deck eröffnet wurde. Und dann plötzlich, fast wie bestellt, Frühlings Erwachen, passend zu Schäfers Streifzügen durch Stadt und Natur. Große Krater neben römischen Ruinen und zarten Bewegungen: Das Land schläft, die Stadt ist tot und die Sonne, die scheint wieder.

Arnika Fürgut

Wie Katzenliebe aus dem Mund des Clowns unter deinem Bett

18. Februar 2010

A softer world

Die Welt ein bisschen weicher machen wollen – das kann nie schaden. Die zwei Kanadier Emily Horn und Joey Corneau arbeiten seit 2003 mit dreiteiligen Fotocomics am Härtezustand des Lebens: Emily schießt wöchentlich die Fotos, Joey schreibt den passenden Text. Dabei legt er großen Wert auf die richtige Aussprache seines Nachnames: “Comeau is a French name. (Pronounced kuh-moe, by the way. Joey is very important, please say his name correctly. Emily is also very important but her name is easier to pronounce.)” Das Ergebnis kann auf asofterworld.com gesehen und gekauft werden. Wer trotzdem noch Fragen zum Inhalt hat, bekommt dort auch gleich zusammengefasst, worum es geht: “A softer world is like a weird sad clown that lives under your bed. And when he coughs, the most adorable kitten in the world pops out of his mouth and loves you.” Dann ist doch alles klar.

A softer world

Arnika Fürgut

Leave it better than the way you found it

12. Februar 2010

Cardon Copy "Cat"

Katze gesucht, Armreif verloren, Gesangsunterricht anzubieten oder Wohnung zu vermieten: Wer kennt sie nicht, die Wände und Straßenlaternen voller handgeschriebener Abreiß- und Mitnehmzettel. Dabei gilt oft die Devise „Masse statt Klasse“: Was man sucht oder findet, wird mit Filzstift auf Schmuddelpapier gerotzt und anschließend billig kopiert, von hübscher Typografie keine Spur.

Der New Yorker Designstudent Cardon Webb hat sich das Zitat seiner Mutter „Leave it better than the way you found it“ zu Herzen genommen und versucht, die Welt des Findens und Verlierens ein bisschen hübscher werden zu lassen. Auf Spaziergängen sammelt er Fresszettel, die er zu Hause zu Kunstwerken transformiert, um die alten später durch die neuen zu ersetzen. In seinem Portfolio Cardon Copy gibt’s die Vorher-Nachher Bilder des straßenverschönernden Streetart-Guerillas zu bestaunen.

Arnika Fürgut

Bettina Lockemann im Württembergischen Kunstverein

29. Januar 2010

„Das Ziel ist immer, bestimmte Dinge auf den Punkt zu bringen“, sagt die Kölner Künstlerin Bettina Lockemann. Und das, obwohl ihre meist schwarzweiß gehaltenen Fotografien alles andere abbilden als klare Aussagen. Es sind urbane, menschenleere Ansichten mit nur wenigen geographischen Anhaltspunkten, banale Webcam-Fotografien und ruhige Videoinstallationen. Lockemann beschreibt Grenzbezirke, wie den kleinen Raum zwischen einer Frau und einem vorbeirauschenden Bus. Automatisch beginnt das ‚Berlin-Paris-oder-New-York-Suchspiel’. Doch Lockemann schüttelt den Kopf und beteuert, darum ginge es nicht in ihren ‚Kontakzonen’. Worum es ihr geht, steht in der Märzausgabe des sonnendecks.

Bettina Lockemanns “Kontaktzonen” sind noch bis 11. April im Württembergischen Kunstverein zu sehen.

Bettina Lockemann: Fringes of Utopia, 2001/02

Bettina Lockemann: Contact Zone, 2008

Arnika Fürgut

Hallo Königsstraße, wie wärs mal damit?

15. Januar 2010

Unser Streetart Vorschlag für die Kö:

Arnika Fürgut