Hier nun die Arbeiten der Klasse Holger Bunk zum Thema Feuer aus dem April-Heft. Für die Riesendiashow einfach draufklicken. Mit Dank an Professor und Studenten.
Michael Reuter
Endlich, endlich, möchte man meinen: Die Arbeiten der Klasse Andreas Grunert aus unserer März-Ausgabe auch auf der sonnendeck-Webseite. Unkommentiert. Um es mit Johann Winckelmann zu sagen: Edle Einfalt, stille Größe. Für die Riesendiashow einfach draufklicken. An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an Hans Martin Wörner für die wunderbaren Reprofotografien.
Michael Reuter

Kennen Sie den Satz: „Dem Künstler ist es wie kaum einem anderen gelungen, der Zerrissenheit des Menschen in unserer modernen Welt Ausdruck zu verleihen.“ Oder den: „Verwurzelt in der Tradition der schönen Künste, aber radikal konzeptuell in ihrer Wirkung werden seine Werke durch die Wahrnehmung des Betrachters zum Leben erweckt.“ Oder den: „Die zugleich unaufdringlich verhaltene wie angreifend aufrührende Anmutung seiner Kunst lässt eine intensive Auseinandersetzung mit den großen Werken der Spätrenaissance wie auch der klassischen Salonmalerei und – in scheinbarem Gegensatz dazu – des Expressionismus bis zum frühen Picasso erkennen, wobei diese Anklänge weit über die Qualität bloßer Zitate hinausgehen und eine ganz eigene Handschrift zum Vorschein bringen.“
Wenn Sie den ersten und den dritten Satz kennen, waren Sie in den letzten drei bis fünf Jahren auf einigen Vernissagen, die ich auch besucht habe; wenn Sie den zweiten kennen, haben Sie die Begründung für die Verleihung des letztjährigen Turner-Preises an Richard Wright gelesen. Mehr…
Michael Reuter

Je nach Anlass und Szene wird ganz unterschiedlich über Kunst geredet. Auf Vernissagen, Messen und bei seiner Jurytätigkeit in der Berliner Kunstszene konnte unser Gastautor Raymond Unger drei verschiedene Varianten ausmachen, die immer strikt getrennt bleiben. Mehr…
Raymond Unger

Vorbei sind die Zeiten als der Kunstkritiker dem Künstler nahebrachte was sein Publikum über ihn denkt. Heute meint er dem ahnungslosen Bildbetrachter vermitteln zu müssen was der Künstler eigentlich sagen wollte. Prof. Dr. Christian Demand verweist in seinem Buch „Die Beschämung der Philister – Wie die Kunst sich der Kritik entledigte“ dieses Treiben in die Schranken. Mit einem geschichtlichen Abriss der Kunstkritik seit den 1820er Jahren bis hin zu den inhaltsfreien Lobpreisungen eines Robert Ryman entlarvt er einen sich zuspitzenden, pseudoreligiösen Fanatismus. Der Künstler als Prophet, der Kritiker als sein Prediger, der Kunstbetrachter als zu bekehrender Heide, als verlorenes Schäfchen das jederzeit den Niederungen des Kitsches anheimzufallen gefährdet ist. Buhmänner der historischen Kunsttheorie wie Hegel und Sedlmayr erscheinen unter den veränderten Vorzeichen in neuem Lichte. Demands fabulierlustiger Wörterreigen ist ein bitterböser Abgesang auf die Kunstkritik der Neuzeit. Mehr…
André Debus
… darf der Deputy sein Pferd reiten: Einige unvermeidliche Anmerkungen zum just angebrochenen Jahr 2010plus. Eine sonnendeck-Service-Initiative von Hansjörg Fröhlich
Wer in die Zukunft blickt, sei es mit Hilfe von Statistiken oder Glaskugeln, der sieht Facetten eines Morgen, auf der Basis des Heute. Jede Prognose ist daher zu einem großen Teil eine Bestandsaufnahme des Jetzt. Die Zukunft ist einfach eine Weiterentwicklung der Gegenwart und hat daher immer schon begonnen. Die Wurzeln der Zukunft liegen in der Vergangenheit. Wer diese Tatsachen akzeptiert, kann wild drauflos spekulieren und wird mit Sicherheit ein paar Treffer landen. Hier folgen einige möglicherweise in 2010plus eintretende Umstände, Personalien und Phänomene. In einem Jahr wird dann abgerechnet. Mehr…
Hansjörg Fröhlich

Was ist los in Stuttgart und der Restrepublik? Eine Demo jagt die andere. Transparente und Fahnen werden hochgehalten, deren Massages widersprüchlicher nicht sein könnten und die Klischees aus der längst geschlossen geglaubten 68er-Akte reanimieren. Ist dieser Schilderwald nun die Renaissance einer antiquierten Politik der Straße oder schlicht ein situationistischer Akt zur Herstellung einer mit postadoleszenter Wehmut choreographierten Wirklichkeit?
Freilich, man hätte sich bei der Artparade gegen die Kürzungen im Kulturetat der Stadt Stuttgart schon mehr engagieren können, wenn der Umstand nicht so nerven würde, dass da jetzt plötzlich die Kulturszene einen auf Kuscheltunnel macht, sich aber sonst gegenseitig das Gelbe im Ei nicht gönnt. Mehr…
Hansjörg Fröhlich
Ende 2012 soll das neue Stadtmuseum im Wilhelmspalais eröffnet werden. Ob der Termin zu halten ist, muss sich zeigen, aber es wird bereits fleißig nach Bildern, Themen und Exponaten recherchiert und geforscht. Der folgende Text basiert auf einem Gespräch von sonnendeck-Redakteur Michael Reuter mit der Kunsthistorikerin Barbara Hornberger, die im Auftrag des Planungsstabes Stadtmuseum zurzeit oft im Lesesaal der Landesbibliothek anzutreffen ist, auf der Suche nach Geschichten aus der Stuttgarter Vergangenheit. Mehr…
Michael Reuter